06/02/26

Sechs Jahre Haft für Kapitän nach tödlicher Kollision auf der Nordsee

Ein Richter in London hat den früheren Kapitän des Containerschiffs Solong zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Der 59-jährige Russe Vladimir Motin wurde wegen grob fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. Er hatte am 10. März 2025 die Kollision seines Schiffes mit dem vor der englischen Küste vor Anker liegenden Tanker Stena Immaculate verursacht.
Brennender Frachter Solong

Bei dem Aufprall kam der Seemann Mark Angelo Pernia ums Leben. Er arbeitete am Bug der Solong und wurde nach Explosion und Feuer nicht mehr gefunden. Die übrigen 13 Besatzungsmitglieder des Containerschiffs sowie 23 Seeleute vom Tanker konnten von mutigen Einsatzkräften gerettet werden. Die Solong ging als Totalverlust verloren; der schwer beschädigte Tanker wurde verkauft und soll von einem neuen Eigentümer repariert werden.

Richter spricht von "Arroganz"

Der vorsitzende Richter Andrew Barker nannte Motins Darstellung der Ereignisse „äußerst unplausibel“ und den Unfall „vollständig vermeidbar“. Nach den Feststellungen des Gerichts war der Tanker über mehr als 30 Minuten auf Radar sichtbar. Dennoch habe Motin erst reagiert, als die Schiffe nur noch eine Seemeile voneinander entfernt waren. Weder habe er Fahrt reduziert noch einen Notstopp eingeleitet oder Alarm ausgelöst.

Was Seeleute im Sturm mitmachen - großartiger Bildband von der Nordsee. HIER bestellen!

Besonders schwer wog für das Gericht, dass Motin allein auf der Brücke war und ein System abgeschaltet hatte, das alle 30 Minuten eine Bestätigung der Wachsamkeit verlangt. Der Richter sprach von „Selbstzufriedenheit und Arroganz“ und attestierte Motin eine „konfrontative“ Haltung ohne erkennbare Reue.

Kapitän wird nie mehr zur See fahren

Die Verteidigung räumte Fehler ein, bestritt jedoch grobe Fahrlässigkeit und verwies auf eine angebliche Verwechslung der Bedienelemente und einen eingeschalteten Autopiloten. Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen: Für einen erfahrenen Kapitän hätte der Fehler sofort erkennbar sein müssen.

Motin erklärte vor Gericht, seine Seefahrtskarriere sei beendet. Er wolle nie wieder zur See fahren.

DU MAGST DEN ANKERHERZ BLOG VOM MEER MIT 2500 KOSTENLOSEN GESCHICHTEN? DANN SPENDIER UNS DOCH EINEN KAFFEE! DANKESCHÖN!

+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER

MEHR ENTDECKEN

Wellen in Wellington
09/06/26

Sturmflut in Wellington: Notstand nach elf Meter hohen Wellen

Elf Meter hohe Wellen treffen die Küste von Wellingtons Süden. Neuseelands Hauptstadt ruft den Notstand aus. Hunderte Menschen werden evakuiert.
Mein Schiff 3. Foto: Wikpedia
09/06/26

Starkwind: Helgoland statt Amsterdam für "Mein Schiff 3"

Fast 2.500 Passagiere, 1.450 Einwohner: Als starker Wind den Amsterdam-Anlauf verhinderte, steuerte die „Mein Schiff 3" kurzerhand Helgoland an — und wurde vermutlich zum größten Kreuzfahrtschiff...
Ankerherz Fotoblog Island: Die Fischer von Grindavik - Ankerherz Verlag
09/06/26

Ankerherz Fotoblog Island: Die Fischer von Grindavik

Ankerherz Fotoblog Island. Grindavik ist eine kleine Hafenstadt an der Südwestküste von Island. Nach Reykjavik ist es nicht weit. Die meisten der knapp dreitausend Einwohner leben vom Fischfang. Wa...