Drei Frauen sind am Samstagnachmittag vor St. Peter-Ording von einer Sandbank gerettet worden. Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurden gegen 13.30 Uhr alarmiert. Die drei Frauen hatten sich durch Winken bemerkbar machen können. Passanten am Strand hatten daraufhin den Notruf gewählt.
Drei Frauen von Sandbank gerettet
Nach Angaben der Rettungsleitstelle hatte ein volllaufender Priel den Frauen den Rückweg abgeschnitten. Priele sind natürliche Wasserläufe im Watt, die bei auflaufender Flut schnell und tief werden und in denen eine reißende Strömung herrschen kann. Als die Retter eintrafen, stand das Wasser den Frauen bereits bis zum Bauch! Ein Rettungshubschrauber flog sie an Land. Mehrere Rettungsboote waren zusätzlich im Einsatz. Verletzt wurde niemand.
T-Shirts vom Meer von Ankerherz - HIER ansehen!
DGzRS-Sprecherin Antke Reemts bezeichnete die Situation im NDR als „richtig gefährlich" und erklärte, jede Sekunde habe gezählt. Im Anschluss an den Einsatz warnten beide Organisationen vor den Gefahren unvorbereiteter Wattbesuche.
Tipps für Sicherheit im Watt
Reemts betonte: Wer ins Watt gehe, müsse vor dem Aufbruch prüfen, ob das Wasser auf- oder ablaufe und wann Niedrigwasser sei. „Es ist wichtig, vor Niedrigwasser loszugehen und genug Zeit für den Rückweg einzuberechnen", sagte sie.
DGzRS und DLRG empfehlen darüber hinaus festes Schuhwerk, Sonnenschutz und Kopfbedeckung. Bei Gewitter, Seenebel oder Dunkelheit solle das Watt nicht betreten werden. Wer keine Watterfahrung hat, sollte ausschließlich mit einem zertifizierten Wattführer gehen. Ein Mobiltelefon gehöre grundsätzlich zur Ausrüstung. Im Notfall ist die Rettungsleitstelle See unter der Nummer 124 124 erreichbar, alternativ der allgemeine Notruf 112.
In den vergangenen Sommern gab es eine Reihe teils hochdramatischer Notfälle im Watt (schaut HIER). Hoffen wir, dass sich die Ratschläge diesmal herumsprechen...


























